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Journalismus und Kommunikation in Norwegen: Oslo im Porträt

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Viele Studenten denken bei Auslandsstudien sofort an beliebte Länder wie die Vereinigten Staaten, Australien oder England. Doch Qualität und Vielfalt in der Ausblidung bieten ebenso die skandinavischen Länder – meist in Englisch und in Kombination mit malerischer Natur. So etwa auch in Oslo, wo Darmstädter Studierende an der dortigen Fachhochschule Kommunikation und Journalsmus studieren können. Ein Porträt.

Von Amelie Lingner

Norwegen ist ein besonderes Land, und vor allem in der norwegischen Metropole Oslo trifft man als Reisender auf neue Architektur und eine rege Ausgehszene. Grundsätzlich kommt man in Oslo sehr gut mit Bussen voran, die das gesamte Straßennetz abdecken. Die Kosten, um von A nach B zu kommen sind in den meisten Fällen ähnlich wie in Deutschland. Dennoch gilt Norwegen als eines der teuersten Länder.

Als Student kann man jedoch, wenn man sich etwas besser auskennt, einigermaßen erschwinglich leben. Die Lebenshaltungskosten stehen momentan bei etwa 800 Euro im Monat. Austauschstudenten können dann meist in Studentenwohnheimen wohnen,  die eine bequeme Nähe zum Campus aufweisen und in denen man erste Kontakte in einem fremden Land herstellen kann.

Mehr als ein Drittel der norwegischen Bevölkerung lebt in der Hauptstadt. Das Bildungssystem ist exzellent und für Austauschstudenten somit die perfekte Anlaufstelle. Neben sechs Universitäten gibt es in Norwegen noch zwei staatliche Kunsthochschulen und 25 Fachhochschulen. Unter diesen befindet sich auch die Fachhochschule Oslo und Akershus, kurz HiOA. Sie ist mit ca. 18000 Studenten und 1.900 Angestellten die größte ihrer Art in Norwegen und befindet sich in der Hauptstadt.

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(Quelle: HioA)

Sieben Fakultäten, 30 BA-Studiengänge

Am 1. August 2011 wurde die Hochschule Oslo mit der Hochschule Akershus zusammengeführt und trägt seitdem ihren aktuellen Namen. Insgesamt werden in sieben Fakultäten rund 30 Bachelor-Studiengänge, sowie mehrere Master-Studiengänge an zwei Standorten angeboten: Pilestredet und Kjeller. Ein großer Teil der Hochschule Oslo und Akershus ist in einer ehemaligen Brauerei im Zentrum von Oslo untergebracht. Dort befindet sich die Hochschule vor allem in Altbaugebäuden.

Die HiOA spezialisiert sich vor allem in den Themengebieten Medizin, Sozialwissenschaften, Lehramt, Medien, Design, Kunst, Wirtschaft und Technik. Es wird die Kombination von hohem akademischem Standard und der Nähe zum Berufsleben unterstrichen. Der neuere Hauptcampus, in dem auch die Fakultät für Medien untergebracht ist, befindet sich im Zentrum von Oslo und fällt durch die Neubauten auf. Der Campus ist ca. zehn Minuten vom Hafen und dem größten Einkaufszentrum Oslos entfernt.

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(Quelle: HioA)

Englischkurse nur für Austauschstudierende

Ferner liegen außerdem mehrere Freizeitangebote wie Cafés, eine Studentenkneipe, ein Fitness-Studio, sowie zahlreiche weitere Sportangebote. Der Unterricht erfolgt überwiegend in Norwegisch, nur für Austauschstudenten gibt es extra angelegte Kurse in Englisch. Diese sind jedoch nur auf Austauschstudierende der HiOA-Partnerinstitutionen beschränkt. Für diese Gruppe von Auslandsstudenten ist es ebenfalls möglich, ein Praxismodul zu belegen. In der Regel ist dazu jedoch die Beherrschung einer skandinavischen Sprache nötig.

Für die Medienmenschen befindet sich in der Mitte des sogenannten HiOA-Dorf eine kleine Journalistenakademie. Es ist ideal für kreative Seelen und hungrige Nachrichtenjäger – auch mit einigen Angeboten in Englisch. Dort lernt man in drei Jahren alles, was für einen zukünftigen Journalisten wichtig ist. Im ersten Jahr gilt der Fokus ausschließlich der Theorie.

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(Quelle: HioA)

Viel Praxis, online ist Pflicht

Anschließend folgt ein erstes Praktikum in einem Zeitraum von ca. acht Wochen. Unterteilt in vier Abschnitte. Zwei Wochen in einer Printredaktion, zwei Wochen beim Radio, zwei Wochen bei einer TV-Redaktion und zum Schluss wird zwei Wochen in einer Onlineredaktion gearbeitet.

In einem journalistischen Studiengang wird hier vor allem Wert auf die Praxis gelegt. Im zweiten Jahr, muss man sich auf ein Medium spezialisieren, mit diesem man sich den gesamten Zeitraum beschäftigten muss. Danach folgt das zweite Praktikum in diesem Bereich für insgesamt zehn Wochen. Das dritte Jahr ist mit einer Reportage verbunden. Es ist vorgesehen ins Ausland zu reisen.

Keine Studiengebühren

Die Hochschule Oslo und Akershus bietet ihren Studenten außerdem eine eigene Buchhandlung, eine Mensa, ein großes Café im HiOA-Dorf und eine eigene Campuskneipe. Die HiOA besteht aus mehreren Gebäuden, so lohnt es sich zu Beginn der Reise, den Campus gründlich zu durchforsten. Das Studium an einer Hochschule in Norwegen ist zwar nicht komplett kostenlos, aber für das Studieren an einer staatlichen norwegischen Hochschule werden im Regelfall keine Studiengebühren verlangt.

Es gibt noch andere Mehrwerte: die schöne Natur rund um Oslo, entspannte Menschen und die angenehme und enspannte Lernatmosphäre an der Fachhochschule – alles hyggelig, wie die Norweger sagen würden. Was auf Deutsch so viel wie gemütlich, super oder nett bedeutet.

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Autor: kunDAbunt

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